KISS-Kooperationsprojekt „White Hats & Dark Patterns“ klärt über süchtigmachende Mechaniken im Alltag auf

Die „White Hats“* des Kokolores Creative Collective e.V. haben in Kooperation mit KISS Stuttgart ein neues Angebot entwickelt, das durch Workshops und eine digitale Lernplattform ein besseres Verständnis für die ausgeklügelten Manipulationstechniken („Dark Patterns“) vermitteln soll, denen wir alle ständig ausgesetzt sind. Insbesondere beim Online-Shopping sorgen ausgeklügelte Verkaufsmethoden durch den Einsatz süchtig machender Belohnungssysteme für mehr Umsatz und starke Kundenbindung.

Das Projekt “White Hats & Dark Patterns” wurde im Rahmen von IDEE BW, dem Ideenwettbewerb zur Förderung der Medienkompetenz in Baden-Württemberg, ausgezeichnet und wird durch diesen unterstützt.


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Gamification – darunter versteht man die Integration spielerischer Elemente in Zusammenhänge, die auf den ersten Blick nicht viel mit Spielen zu tun haben. Genau hier setzt das multimediale Projekt „White Hats & Dark Patterns“ an. Das vom Ludwigsburger Gamestudio Trapped Predator konzipierte und in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Kokolores Creative Collective und dem Selbsthilfezentrum KISS Stuttgart umgesetzte Projekt beleuchtet, wie Gamification-Techniken in unserem Alltag funktionieren und welchen Einfluss sie auf unsere Entscheidungen haben. Denn diese Mechaniken sind längst allgegenwärtig: in Werbung, Fitness- und Lern-Apps, beim Shopping oder in Handyspielen. Plattformen nutzen gezielt Belohnungssysteme, Fortschrittsanzeigen oder künstliche Verknappung, um Nutzer*innen zu bestimmten Handlungen zu bewegen.

Wer die genutzten Techniken nicht durchschaut oder kennt, läuft Gefahr, unbewusst gesteuert zu werden und langfristig ungesunde Nutzungsmuster zu entwickeln oder unwissentlich in diese zurückzufallen. Das Projekt verfolgt daher ein klares Ziel: „White Hats & Dark Patterns“ zeigt nicht nur, wo Gamification-Techniken eingesetzt werden, sondern erklärt auch, wie diese Mechaniken wirken – sowohl positiv motivierend als auch manipulativ. In einer Reihe kostenloser Workshops werden Inhalte zugänglich und durch erlebbare Beispiele greifbar gemacht, sodass Nutzer*innen lernen, digitale Angebote nicht nur kritisch zu hinterfragen, sondern auch positiv wirkende Mechaniken für sich identifizieren und nutzen zu können. Denn ein reflektierter Umgang mit digitalen Medien beginnt mit Verständnis. Wer erkennt, wie Systeme funktionieren, kann selbstbestimmter entscheiden, und sich der unsichtbaren Manipulation entziehen sowie Strategien entwickeln, wie man mit dieser umgehen kann.

Das Projekt richtet sich an alle, die sich für das Thema interessieren. Es ist kein Vorwissen notwendig. Ab Ende 2026 werden die Materialien auch online zur kostenfreien Weiterverwendung zugänglich sein.
Workshops werden sowohl bei Kokolores e.V. in Ludwigsburg als auch bei KISS Stuttgart stattfinden.

Weitere Infos zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Anmeldung zu den kostenfreien Workshops finden Sie in kürze hier.