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Bild: Frau wägt ab

„Jeder hat ein Datum, dass sein Leben verändert hat. Der 27.01.2017 hat mein (unser) Leben verändert.
Ich suche Frauen, die ungewollt schwanger wurden und einen Schwangerschaftsabbruch (mit oder ohne Komplikationen) durchlebt haben. Es geht mir um Erfahrungsaustausch, Leidenswege und Berichte, wie ihr seitdem mit dem Erlebten umgeht. Denn niemand ist allein.“ L.C.

Weitere Infos
Schwangerschaftsabbruch mit oder ohne Komplikationen

Bild: Zeichnung der KISS-Mitarbeiter im Comic-Stil

KISS Stuttgart ist die unabhängige Fachstelle für Selbsthilfegruppen und selbstorganisierte Initiativen in der Landeshauptstadt. Im Oktober 2019 feierte die Selbsthilfekontaktstelle ihr 30-jähriges Jubiläum.

Stuttgart ist voller Selbsthilfegruppen – inzwischen sind es über 500, zu den verschiedensten Themen. Auch mehr und mehr selbstorganisierte Initiativen gibt es in der Stadt, wie die Flüchtlingshelferkreise oder die Repair Cafes, bei denen Menschen bei Kaffee und Kuchen zusammen ihre kaputten Dinge reparieren. Ein gute Nachricht! Denn all diese unterschiedlichen Gruppen, die nach dem Prinzip „miteinander füreinander“ arbeiten, setzen der Eitelkeit und Egomanie der heutigen Zeit die Prinzipien von Solidarität, Inklusion und Gemeinschaftsgeist entgegen.

Trotzdem sind die Selbsthilfegruppen nicht auf den ersten Blick sichtbar. Kein Wunder, denn viele treffen sich zu Themen, mit denen zwar jeder Mensch irgendwann einmal in Berührung kommt, aber, wenn es dann soweit ist, in der Regel lieber vertraulich damit umgehen möchte: körperliche oder psychische Erkrankungen, Behinderung, Sucht, Lebenskrisen und soziale Problemlagen.

Der einfachste Weg in eine Selbsthilfegruppe führt über KISS Stuttgart. Bei der Beratungsstelle, in deren Räumen täglich Gruppentreffen stattfinden, erfährt man, wie diese Gruppen arbeiten – nämlich als Erfahrungs- und Erlebnisaustausch und Ort der gegenseitigen Unterstützung von Gleichbetroffenen – und kann sich beraten lassen, welche Gruppe die richtige für einen selbst wäre. Man erfährt, wo sich die gesuchten Gruppen treffen, und wann und wie man teilnehmen kann. Ebenso begleiten die KISS-Mitarbeiter*innen Menschen bei der Gründung neuer Selbsthilfegruppen, derzeit ungefähr 35mal pro Jahr. Dank der dauerhaften Unterstützung durch die Stadt Stuttgart, die gesetzlichen Krankenkassen und das Land Baden-Württemberg sind all diese Angebote kostenfrei.

Jubiläumsfeier mit einzigartigem Bühnenprogramm

Zum 30-jährigen lud KISS Stuttgart ins Bürgerzentrum West ein. Viele Menschen aus Stuttgarter Selbsthilfezusammenschlüssen und ihre Angehörigen, Kolleg*innen aus anderen Beratungsstellen, Mitarbeiter*innen aus Politik und Stadtverwaltung sowie viele Weggefährten aus drei Jahrzehnten bewegter Entwicklung der Selbsthilfekultur in Stuttgart füllten den großen Saal. Hinter dem Rednerpult leuchtete das Motto des Tages: „Zusammen Gemeinschaft bewegen!“

Bild: Band So sick

Moderator Jan Siegert holte gleich zu Beginn nicht nur Rita Wagner, die in Gebärdensprache dolmetschte, sondern auch die Band So Sick auf die Bühne, die mit souligen Balladen aus dem Stand eine emotionale Atmosphäre erzeugten. Die Zweierformation bestand aus Kai „Keyslider“ Krech am Keyboard und Sänger Jean-Marc „SpellfireJaMaL“ Lorber von der Tourette Selbsthilfegruppe.

Bild: Aufsichtsratsvorsitzende Waltraud Trukses und Vorständin Hilde Rutsch

Die Zuschauer*innen wurden begrüßt von Waltraud Trukses, Vorsitzende des KISS-Aufsichtsrates, gemeinsam mit KISS-Vorständin Hilde Rutsch.

Bild: Tänzer und Tänzerin im Rollstuhl

Die inklusive Tanzkompanie Szene2wei zeigte anschließend mit einem gemischten Ensemble von Menschen mit und ohne Behinderung eine Tanzperfomance auf internationalem Niveau, die ein begeistertes und ergriffenes Publikum zurückließ.

Bild: Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann

Das Grußwort der Stadt überbrachte Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration.

Bild: Die Wilde Bühne Stuttgart zeigt Improtheater in Aktion

Zwischenrein sorgte die Wilde Bühne Stuttgart ­– die legendäre Theatertruppe aus Schauspieler*innen mit einer Drogenvergangenheit – mit improvisiertem Theater an Klavierbegleitung für Lachen und Erstaunen.

Bild: Zeichnung Wohnung mit Bewohnern als Symbol für Selbsthilfegruppen

Hilde Rutsch fasste dann in Namen der KISS Stuttgart das Wesen der gemeinschaftlichen Selbsthilfe an Hand eines farbenfrohen Bildes von einer belebten Wohnung und ihren einzelnen Zimmern zusammen. Die tolle Zeichnung stammt übrigens ebenso wie die Zeichnung des KISS-Teams von der Illustratorin Hanna Wenzel. Es folgte noch ein Bilderbogen aus den vergangenen Jahren Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit für die Selbsthilfe in Stuttgart.

Bild: voller Saal im Bürgerzentrum West

Zum Abschluss füllte der schwule Chor Rosa Note den Saal mit seinem berüchtigten Charme und Esprit und natürlich ganz viel tollem Gesang und bester Laune.

Bild: Besucherandrang beim Jubiläum

Eine wundervolle Feierstunde ging zu Ende. Sanfte Harfenklänge aus der Konserve (die angekündigte Harfenspielerin war leider krankheitsbedingt ausgefallen) geleiteten das Publikum hinaus ins Foyer, wo gemeinsam die Sektgläser erhoben wurden. Auf die nächsten 30 Jahre!


Fotos: Benny Ulmer
Catering: Caribou

Herzlichen Dank an die IKK Classic für die finanzielle Unterstützung des Jubiläums.

Neue Selbsthilfegruppen/Gründungsinitiativen

Informationen

Termine

Neue Selbsthilfegruppen/Gründungsinitiativen


Angehörige von Messies

Auch Angehörige von Messies sind stark von den Zuständen in der Wohnung betroffen, erst recht, wenn sie als Partner*in oder Kind im selben Haushalt wohnen. Der eigene seelische Zustand verschlechtert sich zunehmend mit. Wie sollen Angehörige darauf reagieren? Mit liebevollem Verständnis und Ausharren in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändert? Mit der Aufforderung für Ordnung zu sorgen, notfalls mit externer psychologischer Hilfe oder Aufräumberatungen? Mit der Drohung, das Entsorgen selbst in die Hand zu nehmen? Oder gar mit der Drohung auszuziehen, verbunden mit Trennungsoption? Diese und andere Fragestellungen können in der Selbsthilfegruppe thematisiert werden, um einen besseren Umgang mit der belastenden Situation und auch Lösungswege zu finden. Angehörige können sich bei KISS Stuttgart in eine Interessiertenliste aufnehmen lassen, Telefon 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de

50+, alleinlebend und Krebs

„Sie sind neu betroffen, noch mitten in der Behandlung, mit Spätschädigungen oder schon medizinisch geheilt. Ich plane eine Selbsthilfegruppe / einen Gesprächskreis, um sich auszutauschen, sich weiterhin zu informieren um nicht mehr unvorbereitet in dieses „tiefe Loch“ zu fallen, den Körper zu stärken und Lebensfreude wieder zu gewinnen oder zu erhalten.“ (u.h.) Näheres und Kontaktaufnahme über KISS Stuttgart, Telefon 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de

Bluthochdruck-Selbsthilfe-Gruppe-Stuttgart

Menschen mit Bluthochdruck (Hypertoniker) für die Krankheit zu sensibilisieren und Hilfen aufzeigen – das ist der Gedanke eine Selbsthilfegruppe in Stuttgart zu gründen. Ziel der Gruppe wird sein, Menschen zusammen zu bringen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben, etwas dagegen zu tun. Informations- und Erfahrungsaustausch, Anregungen erfahren, Neues hören und lernen, Motivation und Unterstützungen zu bekommen. Das dritte Treffen bzw. die nächste Vortragsveranstaltung findet am Mittwoch, 18. November um 18:00 Uhr im Marienhospital, Böheimstr. 37 in 70199 Stuttgart statt. Betroffene, Angehörige, Interessierte und Fachleute sind herzlich eingeladen.

Weitere Gründungsinitiativen

Eine Gesamtübersicht über aktuelle Gründungsinitiativen finden Sie auf unserer Internetseite www.kiss-stuttgart.de unter „Beratung / bei der Gruppengründung“. Bei Fragen wenden Sie sich an die Selbsthilfekontaktstelle KISS Stuttgart,
Telefon 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de

Unterstützung bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe

Sie suchen den Austausch mit Gleichbetroffenen und konnten in Stuttgart zu Ihrem Thema keine Selbsthilfegruppe finden? KISS Stuttgart unterstützt Sie kostenfrei bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe. In einem persönlichen Gespräch haben Sie die Möglichkeit mit Ihrem Gründungsvorhaben in Zusammenhang stehende Fragen, Erwartungen und eventuelle Bedenken zu besprechen und zu klären. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Bewerbung Ihrer Gründungsinitiative, z. B. beim Verfassen Ihrer Texte für Handzettel und Presse. Auf Wunsch verbreiten wir diese über unseren umfangreichen Verteiler (z. B. Stuttgarter Einrichtungen und Presse). Ihre Gründunginitiative können wir auch in unseren Publikationen, auf unserer Internetseite und in Facebook veröffentlichen.

Speziell für den Start neuer Selbsthilfegruppen bietet die KISS Stuttgart eine Unterstützung durch ehrenamtliche In-Gang-Setzer*innen an. Ein Faltblatt mit genaueren Informationen erhalten Sie bei KISS Stuttgart. Weitere Informationen finden Sie auch auf www.kiss-stuttgart.de/ueber-uns/projekte/in-gang-setzer

Bei Interesse rufen Sie uns einfach an: Janne Rauhut und Beate Voigt, Tel. 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de
Unsere telefonischen Sprechzeiten sind:
Mo, Mi, Do 14:00 – 16:00 Uhr
Mo 18:00 – 20:00 Uhr
Di 10:00 – 12:00 Uhr

Neu in der KISS Datenbank

Sie sind als Stuttgarter „Selbsthilfegruppe“ oder „selbstorganisierte Initiative“ an einer kostenfreien Registrierung in der KISS-Datenbank interessiert?

Die KISS-Datenbank ist unsere Basis für die Beratung und Information von Menschen, die Kontakt zu einer Gruppe oder Initiative suchen. Sie enthält genaue und aktuelle Informationen über die einzelnen Gruppen / Initiativen in Stuttgart. Offizielle Daten werden auch auf unserer Homepage veröffentlicht.

Welche Vorteile bietet die Registrierung:

  • Förderung des Bekanntheitsgrades Ihrer Gruppe oder Initiative
  • Bewerbung Ihrer Sonderveranstaltungen auf der KISS Homepage
  • Sie erhalten regelmäßig Informationen über Fortbildungsangebote und Veranstaltungen für Selbsthilfegruppen / selbstorganisierte Initiativen in Stuttgart.

Hier geht’s zur Registrierung: www.kiss-stuttgart.de/beratung/aufnahme-in-unsere-datenbank

Informationen


Werbung für die Selbsthilfe: aktuelle KISS-Kampagnen

Olaf ahoi! Momentan läuft wieder unser Wikingerspot in den Stuttgarter Innenstadtkinos. Auch eine neue KISS-Postkarte liegt derzeit aus: vom 12.09. bis 03.10.19 konnten / können Sie das neue Motiv „Gold“ an über 250 Standorten im Stadtgebiet aus den City-Cards-Ständern mitnehmen – in Cafés, Bars, Kinos, Theatern und natürlich jederzeit auch direkt bei KISS in der Tübinger Straße 15.

Werbung für ihre Gruppe: Artikel im WIR-Magazin

Möchten Sie, dass mehr Menschen den Weg in Ihre Gruppe finden? Selbsthilfegruppen und selbstorganisierte Initiativen können sich kostenfrei im Stuttgarter Selbsthilfe Magazin WIR vorstellen und so auf sich aufmerksam machen. Wie das geht und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier: www.kiss-stuttgart.de/downloads/wir-stuttgarter-selbsthilfe-magazin/ihr-text-im-wir-magazin

DU KANNST!

Auf der neuen Internetseite www.freundeskreis-finden.de möchten die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe besonders junge Leute ansprechen. „Du kannst“ lautet das Motto der Kampagne für junge Suchtkranke 20+, die sich an junge Menschen richtet. Auf der Internetseite werden nicht nur das Thema „Sucht“ und Möglichkeiten der Begleitung aufgezeigt, junge Betroffene aus den Freundeskreisen kommen zu Wort und berichten über ihre Sucht. Die Seite soll ein Mutmacher sein zu einem Weg zurück zu sich selbst und zu neuer Entfaltung. Mehr unter www.freundeskreis-finden.de

Gesundheitslotsen in Stuttgart informieren

Bis Ende des Jahres finden im Rahmen der Gesundheitslotsen in Stuttgart zahlreiche kostenfreie Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen in unterschiedlichen Sprachen statt. Darunter Arabisch, Italienisch, Farsi und Dari. Die vom Gesundheitsamt ausgebildeten Gesundheitslotsen informieren Migrant*innen über das deutsche Gesundheitssystem und gesundheitsförderliche Lebensweisen. Mehr unter https://www.kiss-stuttgart.de/gesundheitslotsen-in-stuttgart-informieren/

Stuttgarter des Jahres gesucht

Bereits zum sechsten Mal werden wieder die stillen Held*innen in Stuttgart gesucht. Damit gemeint sind Menschen, die sich im Stillen ehrenamtlich engagieren und für ihr ausgezeichnetes Engagement zum Stuttgarter des Jahres nominiert werden können. Im März 2020 ehren dann die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Versicherungsgruppe stellvertretend 12 von ihnen. Besonders ist, dass die Ehrenamtlichen von jemand anderem empfohlen werden müssen, sie können sich nicht selbst bewerben. Die Pat*innen können bis zum 24.11.19 ihre Vorschläge mit Begründung bei der Stuttgarter Zeitung einreichen. Mehr unter www.stuttgarter-des-jahres.de

CASCO – vom Case zum Coach

Das Projekt „CASCO – vom Case zum Coach“ der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. – ISL vermittelt in ganz Deutschland Referent*innen rund um das Themenspektrum Behinderung. Die CASCO-Referent*innen sind sowohl fachlich qualifiziert als auch aufgrund ihrer Behinderung Expert*innen in eigener Sache und können so Veranstaltungen, die im Rahmen einer menschenrechtsbasierten Behindertenpolitik tätig sind, authentisch und fachlich bereichern. Mehr unter www.referenten.casco.isl-ev.de

App Sinn² unterstützt Sehbehinderte

Für das IPhone gibt es jetzt die neue App Sinn², die sehbehinderten Menschen Fahrgastinformationen barrierefrei und in Echtzeit liefert und sie so dabei unterstützt, selbstständig am ÖPNV teilzunehmen. Die App arbeitet nicht nur visuell, sie spricht auch den Hör- und den Tastsinn an. Mithilfe der Voice-over Funktion wird vorgelesen, was auf dem Display steht und der in den meisten Geräten integrierte Magnetkompass ermöglicht ein Vibrieren, wenn in die richtige Richtung gegangen wird. Mithilfe der App sind Nutzer*innen immer auf dem neuesten Stand im Bahnverkehr. Aufgrund der einfachen Handhabung ist die App auch für Menschen interessant, die wenig Erfahrung im Umgang mit Apps haben. Mehr Infos unter http://www.vwi-stuttgart.de/Software-Sinn2.html

Bundesregierung verweist auf Selbsthilfegruppen

Die Bundesregierung hat ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zu „Einsamkeit und die Auswirkung auf die Gesundheit“ veröffentlicht. In der Kleinen Anfrage wurde nach der Verbreitung von Einsamkeit, der Bedeutung von Einsamkeit für die Gesundheit, aktuellen Maßnahmen und künftigen Strategien gegen Einsamkeit gefragt. Auf die Frage, was auf globaler Ebene gegen Einsamkeit unternommen werden könne, erwähnt die Bundesregierung die Weltgesundheitsorganisation WHO, welche auf „die Bedeutung von Organisationen älterer Menschen wie z.B. Gemeinschaftsgruppen und Selbsthilfegruppen “hingewiesen habe. Weitere Informationen: www.nakos.de/aktuelles/nachrichten/key@6979

Checkliste für Gesundheits-Apps

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. hat auf seiner Internetseite eine Checkliste zur Nutzung von Gesundheits-Apps veröffentlicht. Dort sind 21 Kriterien aufgelistet, welche Gesundheits-Apps nach Empfehlung des Aktionsbündnisses erfüllen sollten. Weiter Informationen: www.nakos.de/aktuelles/nachrichten/key@6995

Psychotherapeutenkammer warnt vor elektronischer Patientenakte

Die Bundespsychotherapeutenkammer warnt psychisch kranke Menschen davor, die geplante elektronische Patientenakte zu nutzen. Die elektronische Patientenakte erfülle bislang nicht die Mindeststandards zum Schutz der Versicherten. Ab 2021 müssen alle gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten die elektronische Patientenakte anbieten. Weitere Informationen: www.patient-und-selbsthilfe.de/aktuelles/nachrichten/key@1074

Termine


Planungstreffen für den Selbsthilfetag 2020

2020 gibt es ihn wieder: den Selbsthilfetag (ehemals Aktionstag der Stuttgarter Selbsthilfegruppen). Im Planungstreffen informieren wir Sie über Organisatorisches, sammeln mit Ihnen Ideen für das Rahmenprogramm und klären Ihre Fragen.
Wenn Sie für dieses Treffen eine Übersetzung in Gebärdensprache benötigen, teilen Sie dies bitte schnellstmöglich mit.
Termin: Dienstag, 15.10.2019, 18:30 – 20:30 Uhr
Ort: AWO Begegnungsstätte, Ostendstraße 83, 70188 Stuttgart
Kostenfreie Veranstaltung für Menschen aus Selbsthilfegruppen
Anmeldung bis zum 10.10.2019 bei KISS Stuttgart unter Telefon 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de (bitte dabei angeben, zu welcher Gruppe Sie gehören)

Chancengleichheit ist keine Glückssache

Am 16. Oktober findet der Marktplatz Inklusion im Treffpunkt Rotebühlplatz statt. An diesem Nachmittag dreht sich alles rund um das Thema Inklusion. Gestartet wird mit interessanten Vorträgen zu vielfältigen Fragestellungen. Anschließend besteht die Möglichkeit sich an „Marktständen“ zu weiteren Themen zu informieren.
Weitere Infos unter https://www.kiss-stuttgart.de/wp-content/uploads/2019/08/Martplatz_Inklusion_Okt_19_WEB.pdf
Termin: Mittwoch, 16.10.2019, 13:00 – 17:00 Uhr
Ort: Treffpunkt Rotebühlplatz, Robert-Bosch-Saal, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Keine Anmeldung nötig, Eintritt frei

10. Europäisches Filmfestival der Generationen

Filme über das Alter, das Älterwerden und den Dialog der Generationen – der Hauptbestandteil des bundesweiten Filmfestivals der Generationen.
Zum 10-jährigen Jubiläum werden allein in Stuttgart in unterschiedlichen Einrichtungen und Örtlichkeiten über die ganze Stadt verteilt 30 das Alter thematisierende Filme gezeigt und damit ein generationsübergreifender Dialog angeregt. Denn bei dem einwöchigen Festival stehen nicht nur die Filme im Mittelpunkt, sie sollen vielmehr als Medium dienen, um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an jede Filmvorführung finden Publikumsgespräche mit ausgewählten Fachleuten statt. Weitere Infos unter www.festival-generationen.de
Termin: Freitag, 18.10. – Donnerstag, 07.11.2019
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Einsamkeit im Alter

Mit einem Fachnachmittag thematisiert die Ambulante Hilfen für ältere Menschen der Evangelischen Gesellschaft das Thema Einsamkeit im Alter. Inhalt des Nachmittags sind ein Vortrag “Einsamkeit im Alter”, ein Filmausschnitt sowie eine Podiumsdiskussion mit anschließendem musikalischem Ausklang.
Termin: Freitag, 18.10.19, 14:00 – 17:00 Uhr
Ort: Haus der Diakonie, Großer Saal, Büchsenstraße 34/36, 70174 Stuttgart
Keine Anmeldung nötig

Fachtag „Sehen im Alter“

Es hat gravierende Folgen für die Betroffenen, wenn die Augen schwächer werden. Verschiedene Augenkrankheiten zählen heute zu den Volkskrankheiten. Der Fachtag „Selbständig bleiben – trotz Sehverlust im Alter“ des Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e. V. (BSVW) in Kooperation mit der Landeshauptstadt Stuttgart widmet sich dem Thema der selbständigen Lebensführung trotz Sehbehinderung im Alter. Fachvorträge zu medizinischen Hintergründen für Sehverlust, Hilfsmittel zum Erhalt der selbstständigen Lebensführung und die Bedeutung der Selbsthilfe und deren Beratungsangebote sind Inhalt des Vortragsprogramms.
Weitere Infos unter https://www.kiss-stuttgart.de/wp-content/uploads/2019/08/Fl_Fachtag_Sehverlust_im_Alter_Stuttgart_082019.pdf
Termin: Dienstag, 22.10.2019, 12:30 – 17:00 Uhr
Ort: Rathaus Stuttgart, Großer Saal, Marktplatz 1, 70173 Stuttgart
Die Veranstaltung ist kostenfrei und an Leitungskräfte in der Pflege und weitere Vertreter*innen der einzelnen Fachrichtungen gerichtet.
Anmeldung bis zum 07.10.19 mit Anmeldeformular im Flyer per Post, Fax 0711 216-60950 oder E-Mail info.bhb@stuttgart.de

Seminar für Menschen aus Selbsthilfegruppen: Farbe ins Leben bringen

Kreativität ist eine Kompetenz, die immer wieder neu beflügelt werden will. Die Arbeit mit inneren Bildern inspiriert uns und bringt Farbe ins Leben. Diese Bilder sichtbar machen, ihnen Form, Farbe und Gestalt zu geben, das erweitert die eigene Kompetenz. Spontanität und spielerisches Lernen setzen so Ressourcen frei. Die eigene kreative Quelle wird gestärkt. Jede Form von Gruppenprozess braucht das kreative Miteinander, damit es ein lebendiger Prozess bleibt. Bildnerische Übungen inspirieren die Zusammenarbeit in Selbsthilfegruppen. Bitte eine Illustrierte und eine Schere mitbringen!
Leitung: Susanne Meger, Dipl. Pädagogin, Kunsttherapeutin
Termin: Samstag, 26.10.2019, 10:00 – 16:30 Uhr
Ort: NABU Naturschutzbund, 5. Stock, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart
Kostenlose Veranstaltung für 8 bis 12 Menschen aus Selbsthilfegruppen
Anmeldung bis 10.10.2019 bei KISS Stuttgart per Direktanmeldung über unsere Homepage, unter Telefon 0711 6406117 oder E-Mail info@kiss-stuttgart.de

KISS & Kino: Nokan – Die Kunst des Ausklangs (Veranstaltungsbeitrag zur Charta-Initiative Stuttgart „Leben bis zum Schluss“)

Nachdenklich, witzig, dramatisch oder realistisch? In unserem KISS-Kino ist für jede/n etwas dabei. An vier Terminen zeigen wir im Delphi Kino kostenfrei ausgewählte Filme und laden zu einem unterhaltsamen Abend ein. Vor oder nach den Filmen bleibt dabei natürlich auch Zeit, um mehr über die Selbsthilfe und die Arbeit der KISS Stuttgart zu erfahren. Unsere Mitarbeiter*innen stehen für Fragen zur Verfügung.

KISS & Kino zeigt am 20. November 2019:

  • NOKAN – Die Kunst des Ausklangs
    Daigo verliert seinen Job als Cellist und arbeitet nun als ritueller Bestatter in Japan. Ein Film, der aus dem Tabuthema Tod ein mit liebevollem Humor gespicktes Lehrstück über das Leben macht.
    KISS Stuttgart zeigt diesen besonderen Film als Veranstaltungsbeitrag zur Charta-Initiative Stuttgart “Leben bis zum Schluss” (Palliativ-Netz Stuttgart). Weitere Infos unter palliativ-netz-stuttgart.de/aktuell und unter www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

Termin: Mittwoch, 20.11.2019, 17:30 Uhr
Ort: Delphi Kino, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart
Kostenlose Veranstaltung für Menschen, die Lust auf einen unterhaltsamen, inspirierenden Abend haben.
Reservierung bis zum 20.11.2019 um 14:00 Uhr unter kino@kiss-stuttgart.de möglich

Sendetermine der Redaktion der Selbsthilfegruppen im Freien Radio für Stuttgart

Selbsthilfe auf Sendung! Die Redaktion der Selbsthilfegruppen im Freien Radio für Stuttgart sendet mehrmals pro Monat. Wer bei der Redaktion der Selbsthilfegruppen mitmachen möchte, kann sich melden über selbsthilfe@onlinehome.de
Das Freie Radio für Stuttgart ist zu empfangen auf 99,2 MHz über Antenne in Stuttgart und drum rum oder als Livestream übers Internet unter www.freies-radio.de
Die nächsten Sendetermine:

  •   03.10.2019, 19:00 Uhr „Sozialmagazin“
    Wechselnde Themen sowie Forum für Selbsthilfegruppen oder selbstorganisierte Initiativen und immer mit den neusten Nachrichten aus der KISS Stuttgart.
    Thema: Depression
  •  31.10.2019, 19:00 Uhr „Stotterfunk“
    Die Radiosendung der Selbsthilfegruppe stotternder Menschen in Stuttgart. Wir informieren rund um das Thema Stottern und andere allgemeine Themen mit aktuellen Berichten, Interviews, Talkgästen und Musik von Pop bis Punk. www.stotterfunk.de
  •  07.11.2019, 19:00 Uhr „Sozialmagazin“

Aktionstage

  • 05.10. 2019 – Tag der Epilepsie
  • 06.10.2019 – Tag der gewaltfreien Kommunikation
  • 07.10.2019 – Welttag für menschenwürdige Arbeit
  • 10.10.2019 – Internationaler Tag der seelischen Gesundheit
  • 10.10.2019 – Welttag gegen die Todesstrafe
  • 10.10.2019 – Welttag des Sehens
  • 12.10.2019 – Welt-Rheumatag
  • 13.10.2019 – Welt-Thrombosetag
  • 14.10.2019 – Hospiztag
  • 15.10.2019 – Tag des weißen Stockes – Tag der Rücksichtnahme auf Nichtsehende
  • 16.10.2019 – Welthungertag
  • 17.10.2019 – Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut
  • 18.10.2019 – Welt-Menopausetag
  • 20.10. 2019 -Welt-Osteoporosetag
  • 22.10.2019 – Welttag des Stotterns
  • 26.10. 2019 – Welttag der Intersexualität
  • 28.10.2019 – Welt-Poliotag
  • 29.10.2019 – Welt-Psoriasistag
  • 03.11.2019 – Weltmännertag
  • 14.11.2019 – Welt-Diabetestag
  • 17.11.2019 – Welt-Frühgeborenentag
  • 17.11.2019 – Welt-Gedenktag für die Straßenverkehrsopfer
  • 20.11.2019 – Weltkindertag
  • 20.11.2019 – Deutscher Lebertag
  • 25.11.2019 – Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
  • 01.12.2019 – Welt-AIDS-Tag
  • 03.12.2019 – Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Impressum des Newsletters


Newsletter als pdf-Download

Bis Ende des Jahres finden im Rahmen der Gesundheitslotsen in Stuttgart zahlreiche kostenfreie Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen in unterschiedlichen Sprachen statt. Darunter Arabisch, Italienisch, Farsi und Dari. Die vom Gesundheitsamt ausgebildeten Gesundheitslotsen informieren Migrant*innen über das deutsche Gesundheitssystem und gesundheitsförderliche Lebensweisen.

Weitere Infos:
Flyer.pdf

Auch Angehörige von Messies sind stark von den Zuständen in der Wohnung betroffen, erst recht, wenn sie als Partner*in oder Kinder im selben Haushalt wohnen. Der eigene seelische Zustand verschlechtert sich zunehmend mit. Wie sollen Angehörige darauf reagieren? Mit liebevollem Verständnis und ausharren in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändert? Mit der Aufforderung für Ordnung zu sorgen, notfalls mit externer psychologischer Hilfe oder Aufräumberatungen? Mit der Drohung, das Entsorgen selbst in die Hand zu nehmen? Oder gar mit der Drohung auszuziehen, verbunden mit Trennungsoption? Diese und andere Fragestellungen können in der Selbsthilfegruppe thematisiert werden, um einen besseren Umgang mit der belastenden Situation und auch Lösungswege zu finden. Angehörige können sich bei KISS Stuttgart in eine Interessiertenliste aufnehmen lassen.

Weitere Infos
Angehörige von Messies

Bild: Frau spaziert am Strand

„Sie sind neu betroffen, noch mitten in der Behandlung, mit Spätschädigungen oder schon medizinisch geheilt. Ich plane eine Selbsthilfegruppe/Gesprächskreis um sich auszutauschen, sich weiterhin zu informieren um nicht mehr unvorbereitet in dieses „tiefe Loch“ zu fallen, den Körper zu stärken und Lebensfreude wieder zu gewinnen oder zu erhalten.“ u.h.

Weitere Infos
50+, alleinlebend und Krebs

Bild: Schachfiguren im Schatten des Königs

„Leben wir in einer ››narzisstischen Gesellschaft‹‹? Zumindest ist es wahrscheinlich, dass die Zahl der NarzisstInnen (genauer: derjenigen Menschen, mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung) höher ist als bisher angenommen. NarzisstInnen nehmen ihre Opfer gezielt für sich ein – um sie dann abzuwerten, zu manipulieren und (früher oder später) wieder fallen zu lassen. ››Narzisstischer Missbrauch‹‹ (so der Fachbegriff) folgt einem Kreislauf, der für die Opfer nur schwer zu durchschauen und aufzubrechen ist. Die Selbsthilfegruppe soll die Möglichkeit geben, sich im Kreis von Betroffenen zu artikulieren und zu verstehen, was passiert ist. Und das heißt vielleicht: einen Schritt zu machen auf dem Weg zurück zu sich selbst. Wir beginnen, wenn sich genügend Betroffene gemeldet haben.“ (anonym)

Weitere Infos
Narzissmus-Opfer

Bild: Uhren

Interessierte zur Gründung gesucht

Oft fällt es mit zunehmenden Alter schwerer bestimmte Dinge des täglichen Lebens selbst zu bewältigen, z. B. das Erledigen von Gartenarbeiten, Haushaltsarbeiten, Einkäufe. Aber auch Familien könnten Hilfe, z. B. zur Kinderbetreuung brauchen und gleichzeitig gibt es Menschen, die Freude daran haben, anderen zu helfen. Eine Zeitbank bietet die Gelegenheit zusammenzufinden und gibt dem Ganzen einen organisatorischen Rahmen, z. B. in Form eines Vereins. Hier finden Menschen zueinander und bieten ihre Fähigkeiten anderen Mitgliedern an, im Gegenzug erhalten sie Hilfe bei anderen Tätigkeiten.

Weitere Infos
Zeitbank

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, es ist Kunst – große Kunst sogar – die im Rahmen unseres Projekts KRAFTAKT entstanden und mehrere Wochen als Ausstellung im Stuttgarter Rathaus zu sehen war. Schwungvolle Zeichnungen, markante Schweißarbeiten, wuchtige Kettensägen-Skulpturen und teilweise überlebensgroße Reliefs transportierten im Kontrast mit filigranen Kurzgedichten zu jedem einzelnen Werk ein vielschichtiges Spektrum an Emotionen.

Für alle, die mehr wissen möchten, haben wir weitere Infos, Fotos, ein Interview mit dem Künstler Thomas Putze, einen Bericht von der Vernissage sowie den Film zur Ausstellung hier auf dieser Seite zusammengestellt.


KRAFTAKT im Rathaus

Falls Sie die Vorgeschichte noch nicht kennen: der Bildhauer, Zeichner und Performance Künstler Thomas Putze hat Begegnungen mit Menschen aus Selbsthilfegruppen zu künstlerischen Happenings gemacht, aus denen Werke für eine Ausstellung entstanden, die man so noch nicht gesehen hat.

 Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt

Denn „Selbsthilfegruppe“ heißt: sich auseinanderzusetzen mit der eigenen Person und mit anderen. An die Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation heranzugehen, heißt Arbeit für sich, oft auch für andere. Im Kreis von gleichgestellten Betroffenen gelingt dies häufig besser, aber insbesondere der erste Schritt kann ein echter Kraftakt sein. So heißt auch die Ausstellung. Sie versucht, genau diesen KRAFTAKT einzufangen. Die Anstrengung, sich dem eigenen Thema zu stellen, sich anderen gegenüber zu öffnen und es gemeinsam zu bewältigen, hat der Künstler in seine Arbeiten übertragen.

Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt

Wie ist ihm das gelungen? Indem er es sich selbst absichtlich schwer gemacht hat, als er von Juli bis Dezember 2018 Menschen aus zehn Stuttgarter Selbsthilfegruppen portraitierte. Anstelle von Leinwand aus dem Künstlerbedarf verwendete er gefundene Materialien wie alte Schrankteile, Bootsplanken, Balken oder Metallplatten. Die Sitzungen fanden nicht in einem ruhigem Atelierraum statt, sondern in einer selbstgebauten, windoffenen Kuppel aus Schrott – je nach Jahreszeit bei Hitze, Regen oder Kälte. Mal verwendete Putze einen mit Gewichten beschwerten Pinsel, mal fräste, kratzte und brannte er mit Motorsäge, Bohrmaschine, Winkelschleifer oder Schweißbrenner. Manche Bilder fertigte er blind, an der Kuppeldecke kletternd oder kopfüber hängend an. Eine Tuschezeichnung entstand während eines Sturms, der zu einem Wolkenbruch mit Hagelschauer auswuchs. Die körperlichen Anstrengungen führten dazu, dass alle Arbeiten in nur wenigen Minuten entstehen mussten. Ausruhen und später weiterarbeiten sah das Konzept nicht vor. Die Werke mögen deshalb für manche Betrachter grob oder sogar unfertig erscheinen. Sie sehen aber so aus, weil sie aus einem Kraftakt heraus entstanden sind, der sie verschoben, manchmal verschroben hat. Die Portrait-Sitzungen selbst stellten jede für sich eine physische Grenzerfahrung dar, aus der authentische Momentaufnahmen und außergewöhnliche Darstellungen von Menschen hervorgingen, die ihr Thema in der Gemein-schaft ihrer Gruppe bewältigen.

Das Video zur Ausstellung

Die Portraitierten kommen aus Selbsthilfegruppen aus ganz unterschiedlichen Themenkategorien: Ausgrenzung, Behinderung, geschlechtliche Identität, körperliche und psychische Erkrankung, Krise, Sucht, Trauer oder Trauma. Alle zeigten sich begeistert von den Ergebnissen des Kunstprojekts.

Feierliche Eröffnung der Ausstellung im Stuttgarter Rathaus

Bei der Vernissage Mitte Mai herrschte viel Andrang auf der Ebene vor dem großen Sitzungssaal im Rathaus. Neben vielen interessierten BesucherInnen hatten sich auch zahlreiche Stadtratsmitglieder und PolitikerInnen verschiedener Fraktionen eingefunden und bestaunten gemeinsam die ungewöhnlichen Exponate.

Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt

Bürgermeister Dr. Martin Schairer zollte in seinem Grußwort dem Mut von Menschen Respekt, die sich in einer Selbsthilfegruppe öffnen, um gemeinsam mit anderen an ihrem Thema zu arbeiten: „Ich hätte diesen Mut nicht“, ergänzte der frühere Polizeipräsident freimütig.

Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt Bild: Foto Ausstellung Kraftakt

Überhaupt herrschte an diesem Abend eine feierliche Atmosphäre der Offenheit und Wertschätzung, die aus der besonderen Verbindung von spannender Kunst und der Zusammenkunft von engagierten Menschen mit unterschiedlichen thematischen Backgrounds hervorging. Thomas Putze sorgte mit seinem Song „Easy Life“ (bereits im Trailer zur Ausstellung zu hören) selbst für die musikalische Umrahmung der Vernissage. Gezeigt wurde eine Auswahl der entstandenen Bilder und Skulpturen sowie ein Film zur Entstehung der Arbeiten. Die Exponate enthielten weder Hinweise auf die Namen noch auf die Selbsthilfegruppen der jeweils Portraitierten, sondern waren mit lyrischen aus Gesprächsnotizen verdichten Fragmenten beschildert. Einige der Dargestellten posierten freimütig und stolz neben ihren Werken, die ihnen der Künstler übrigens im Anschluss an die Ausstellungen als Geschenk überlassen hat. Sehr großzügig, Herr Putze!

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Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden, beim BKK Landesverband Süd für die finanzielle Förderung und bei der Stadt Stuttgart!


Die Ausstellung

Die Ausstellung richtet den Fokus auf die Menschen „hinter dem Thema“, transformiert durch den titelgebenden KRAFTAKT. Gezeigt wird eine Auswahl der entstandenen Bilder und Skulpturen sowie ein Video, das Einblick in die Entstehung der Arbeiten gibt. Die ausgestellten Werke enthalten weder Hinweise auf die Namen noch auf die Selbsthilfegruppen der jeweils Portraitierten, sondern sind mit lyrischen Fragmenten beschildert, die aus Gesprächsnotizen mit den Dargestellten verdichtet worden sind.

Einrichtungen, die die Ausstellung KRAFTAKT (bestehend aus Reliefs, Zeichnungen und Skulpturen) gern einmal in den eigenen Räumen zeigen möchten, können sich gern an KISS Stuttgart wenden.

Projektverantwortlicher:
Jan Siegert
j.siegert@kiss-stuttgart.de

Bild: Foto Ausstellung Kraftakt

Über den Künstler
Thomas Putze – Bildhauer, Zeichner und Performance Künstler aus Stuttgart
www.thomasputze.com

Weitere Infos

Bild: Holzskulptur zur Ausstellung KRAFTAKT