Virtuelle Gruppentreffen aktuell in Stuttgart

Seit reguläre Treffen von Selbsthilfegruppen durch die Ausgangsbeschränkungen und andere Infektionsschutz-Maßnahmen nicht mehr möglich sind, haben einige Gruppen bereits alternative Lösungen entwickelt, um sich virtuell zu treffen und weiter gegenseitig zu unterstützen.

Bild: Mensch vor PC bei Videokonferenz

Welche Übergangslösungen es aktuell gibt, führen wir in der nachfolgenden Liste auf (wird regelmäßig ergänzt).

Geben Sie uns unter info@kiss-stuttgart.de Bescheid, wenn auch Ihre Gruppe einen alternativen Austausch eingerichtet hat.

Überregionaler Austausch

  • Gruppenübergreifender Austausch für junge Selbsthilfeaktive
    Die NAKOS bietet bis auf Weiteres mittwochs, freitags und sonntags ein Video-Meeting für junge Menschen in Selbsthilfegruppen an: von 19 bis 20 Uhr gibt es die Gelegenheit zum Austausch untereinander, zum Auskotzen und zur moralischen Unterstützung in dieser Ausnahmesituation. Die Zoom Meetings finden mit wechselnden Teilnehmenden statt. Es wird viel geredet – über Ängste, aber auch über Mutmachendes – es wird aber auch viel gelacht und sogar gespielt. Wer auch einmal dabei sein möchte, kann sich per E-Mail an junge-selbsthilfe@nakos.de melden und erhält dann weitere Infos zur Teilnahme.
  • Seriöse und geprüfte Internetforen
    Auf den Seiten der NAKOS sind Selbsthilfe-Internetforen zu verschiedenen Themen zu finden – vielleicht ist aus zu Ihrem Thema etwas dabei?
    www.nakos.de/adressen/gruen/selbsthilfe-internetforen 
  • Austausch für Menschen mit seltenen Erkrankungen
    Auf der sicheren und benutzerfreundlichen Plattform www.rareconnect.org/de können Patient*innen mit seltenen Erkrankungen, deren Familien und Patientenorganisationen Online-Communites gründen und sich über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg austauchen.
  • Online Plattform „Rettungs-Ring“
    Auf www.rettungs-ring.de entsteht ein wachsendes Angebot für Menschen, die sich schon länger oder aufgrund der Corona-Pandemie in einer seelischen Notlage oder Krise befinden. Da derzeit keine persönlichen Treffen der Selbsthilfegruppen möglich sind, trifft sich diese virtuelle Gruppe über ein kostenloses Web-Konferenzsystem. Start: Freitag, 27.03.2020, zunächst mit zwei „Gesprächs-Ringen“. Ab dem 30.03. finden jeweils montags, mittwochs und freitags zwei Gesprächs-Ringe zu verschiedenen Themen statt. Alle Interessierten können die Plattform nutzen, unabhängig davon, ob sie psychisch erkrankt sind oder nicht. Das Angebot wurde von einer Arbeitsgruppe des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e. V. initiiert.
  • Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.
    Da unsere Klientel sich räumlich sehr weit verteilt, sind unsere Patienten schon seit 13 Jahren an telefonischen, virtuellen und schriftlichen Austausch gewöhnt, Zusammenkünfte im Vereinsbüro finden eher seltener und wenn die Wege kurz sind statt. Themenschwerpunkt ist derzeit „Blutanomalien mit und ohne Transfusionsabhängigkeit angesichts des Coronavirus verbunden mit höherer Infaktanfälligkeit der Betroffenen“. Ratsuchende finden zu uns am schnellsten: https://www.facebook.com/thogde.org/
  • Virtueller Austausch von pflegenden Angehörigen
    Der Verein wir pflegen weist angesichts der Corona-Krise auf die Smartphone-App „in.kontakt“ hin, die pflegenden Angehörigen den virtuellen Austausch ermöglicht. Die App sei ein „Weg aus der häufig erlebten Isolation“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins, „gerade jetzt, wo viele unterstützende Dienste der häuslichen Pflege wegfallen und pflegende Angehörige von zunehmender Überbelastung, Unsicherheit und Isolation betroffen sind“. Weitere Informationen: www.nakos.de/aktuelles/nachrichten/key@7251

(aktualisiert am 10.05.2020)


Sonstige Unterstützung

Unterstützen Sie sich in dieser schwierigen Zeit gegenseitig, indem Sie ein offenes Ohr anbieten – oft ist es schon hilfreich zu wissen, dass man sich bei anderen Menschen melden kann.

Rund um die Uhr ist auch die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 zu erreichen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erreichen Sie unter 08000 116016, das Kinder- und Jugendtelefon unter 0800 1110333, die Hotline Silbernetz für über 60-Jährige unter 0800 4708090 und die Sucht- und Drogenhotline unter 01805 313031. Eine neue Hotline für Menschen mit psychischen Belastungen hat das Land unter 0800 3773776 eingerichtet. Eine Unterstützungsmöglichkeit für Trauernde finden Sie auf www.hospiz-verlag.de/trauer-in-corona-zeiten.


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