Was sind Selbsthilfegruppen oder selbstorganisierte Initiativen?

Selbsthilfegruppe

In Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, die an der gleichen Krankheit bzw. den gleichen psychischen oder sozialen Problem leiden. Gemeinsam mit anderen wollen Sie etwas verändern, um ihre Lebenssituation besser zu bewältigen – entweder als Betroffene oder als Angehörige. In der Gruppe finden sie Verständnis und teilen Wissen und Erfahrung.
Dabei gilt das Vertraulichkeitsprinzip – alles, was in der Gruppe besprochen wird, soll auch in der Gruppe bleiben und nicht nach außen getragen werden.

Selbstorganisierte Initiativen

In selbstorganisierten Initiativen schließen sich Menschen zusammen, die sich für ein gemeinsames Thema engagieren oder die auf Missstände aufmerksam machen und zu deren Beseitigung beitragen wollen – im gesundheitlichen, sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich.
Sie setzen sich z. B. für eine Kultur des Teilens, für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziales Miteinander ein oder engagieren sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten.

Beiden Formen liegt der Selbsthilfe-Gedanke zu Grunde.

Von Selbsthilfe sprechen wir, wenn

  • Menschen sich zusammenschließen, die ein gemeinsames Thema verbindet.
  • gemeinsame, meist regelmäßige Treffen stattfinden, deren Form, Inhalte und Zielsetzungen von allen Teilnehmenden mitgestaltet werden können.
  • die Treffen und sonstigen Aktivitäten der Gruppe von ihren Mitgliedern eigenverantwortlich geplant und durchgeführt und nicht durch professionelle Fachkräfte (TherapeutInnen, SozialarbeiterInnen, ÄrztInnen o. ä.) angeleitet werden.
  • die Teilnahme freiwillig und in der Regel kostenlos ist.
  • die Vorbereitung und Durchführung der Treffen unentgeltlich bzw. ehrenamtlich geschieht und die Gruppe keinen Gewinn erwirtschaften will.