KISS Stuttgart - Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen e.V. Stuttgart

Was sind Selbsthilfegruppen?

Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie - entweder selber oder als Angehörige - betroffen sind. Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld. In der regelmäßigen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben. Selbsthilfegruppen arbeiten ohne fachliche Anleitung; manche ziehen jedoch gelegentlich Fach-ExpertInnen zu bestimmten Fragestellungen hinzu.

Selbsthilfegruppen gibt es in den unterschiedlichsten Organisationsformen von der kleinen informellen Gesprächsgruppe (z.B. Menschen mit Depressionen) bis zum großen bundesweiten Verband (z.B. Rheuma-Liga). Es gibt sie zu nahezu allen Bereiches des Lebens, zu Krankheiten, Behinderungen, Sucht, sozialen Problemlagen, seelischen Problemen, Umwelt, Kultur,...

Unter Selbsthilfegruppen verstehen wir alle Arten von Gruppen, in denen sich Menschen freiwillig zusammenschließen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam etwas zu bewegen, also Selbsthilfe-Gesprächsgruppen, Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfeverbände, Selbsthilfe-Initiativen, Selbsthilfe-Projekte im gesundheitlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Wenn wir das Wort Selbsthilfegruppen verwenden, sind damit alle diese Zusammenschlüsse gemeint.

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